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Eames Chess

 

Relativ zu Beginn des Architekturstudiums waren einige Aufgaben noch eher unkonventionell – so auch folgende – dessen Ergebnis ich auch heute noch cool finde.
Für einen ausgewählten Architekten sollte ein Schachspiel entwickelt werden, welches sein konzeptionelles Denken, seine architekturtheoretischen Überlegungen und seine Formensprache widerspiegeln. Wir wählten Charles und Ray Eames, deren Möbelentwürfe bis heute einen hohen Anklang finden. In Ihrer Architektur bedienten die beiden sich oft Elementen aus der Industrie, welche durch automatisierte Prozesse günstig zu erwerben waren. Übersetzt auf den kleinen Maßstab eines Schachbretts ergatterten mein Kumpel Pipo und ich einen Großteil der eingesetzten Materialien gratis auf’m Schrott. Das Konzept für das standardmäßig gerasterte Spielfeld stand also. Die Figuren sollten im Hinblick auf’s Eamsche Möbeldesign eher organisch werden. Holz zu biegen war mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht machbar. Mit einer selbst geschweißten „Biegemaschine“ ließ sich Aluminium allerdings relativ winklig in die gewünschte Form bringen. Mit zweierlei Furnier wurden die jeweils 16 Figürchen abschließend beklebt.

Entstanden in Zusammenarbeit mit Philip Gerigk im Jahr 2010.